Kieler Nachrichten − Ostholsteiner Zeitung vom Montag, 04. Juni 2012

Schüler bauen an der Stadt der Zukunft

Wettbewerbspreise der Europa-Union für Schüler der Gymnasien Plön und Lütjenburg

Lütjenburg. Wie können alte Menschen und ganz junge zusammenleben? Die Frage nach „Wohn(t)räumen“ stand im Mittelpunkt des 59. europaweiten Schülerwettbewerbs der Europa-Union. Schüler der Gymnasien Plön und Lütjenburg malten und schrieben an den Zukunftsmodellen mit. 21 von ihnen erhielten für ihre fantasievollen Arbeiten nun Preise.

Zeitungsfoto
Im Mittelalter waren ein Schindeldach, ein BAlkenwerk mit Backsteinen und eine Turmhügelburg das höchste aller Wohngefühle: Gymnasiasten aus Plön und Lütjenburg beschrieben „Wohn(t)räume“ aus ihrer Sicht und gewannen bei einem Wettbewerb der Europa Union im Kreis Plön. Foto H.-J. Schekahn

Eine Schülergruppe aus Lütjenburg dachte sich ein „SSH“ aus, ein Senioren- und Schülerheim, wo Alt und Jung miteinander leben. Jeder Senior bekommt einen Schüler als Paten an seine Seite gestellt. In der Stadt der Zukunft wird jeder Glaube akzeptiert, beschreiben die Jungen und Mädchen. Synagogen, Moscheen, evangelische und katholische Kirchen sollen in der Stadt der Zukunft ihren Platz finden. In der Innenstadt gibt es keine Straßen mehr, sondern nur noch Fußwege, weil natürlich alles umweltfreundlich ist. Und im Freizeitzentrum kann man sich bei modernen Opern und im Kino entspannen.

Die Kreisvorsitzende der Europa-Union Ilse Dygutsch-Lorenz lobte die engagierten Lehrer, die einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Preisträger hätten. In Lütjenburg standen Wolfgard Bock und Linde Mihajlovic-Bohnke ihren Schützlingen zur Seite. Am Gymnasium Schloss Plön, das regelmäßig am Europa-Wettbewerb teilnimmt, kümmerte sich Doris Sauder um die Schülerarbeiten.

Dygutsch-Lorenz beklagte, dass der Wettbewerb im Land kaum beachtet werde. Weniger als ein Prozent der Schüler in Schleswig-Holstein beteiligten sich daran. 2149 Jungen und Mädchen reichten in diesem Jahr landesweit ihre Arbeiten ein. Immerhin: eine Steigerung von 67 Prozent.

Vom Gymnasium Schloss Plön erhielten eine Auszeichnung: Johanna Stahl, Sharona Baasch, Helena Manikowski, Amelie Schmücker, Vida Schmidt, Claas Krohn, Pia-Katharina Pallasch, Moritz Krüger, Tim Rolschewski, Marie-Alice Mißfeldt und Hanna Heite, die auch auf Bundesebene erfolgreich war.

Die Preisträger des Lütjenburger Gymnasiums: Morlin Kessal, Lena Moritzen, Denise Arnold, Bianca Schröder, Xin-Yao Zeng, Lotta Hackbarth und Edda Schuldt. Eine Bundesurkunde erhielten Theodor Hutter, Maren Niemann und Henrik Unfug.

hjs