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Letzte Änderung 20.09.2006

Ostholsteiner Anzeiger vom Donnerstag, 8. Mai 2003

„Kreismusikschule leistet Unverzichtbares”

Plön Christian Scharnberg. Mit der Ausschreibung eines Musikwettbewerbes für die Schüler der Kreismusikschule (KMS) hatte der Kreisverband Plön der Europa-Union den musikalischen Nachwuchs und den europäischen Gedanken fördern und gleichzeitig auf die Bedeutung der Institution Kreismusikschule aufmerksam machen wollen (der OHA berichtete). Beim Preisträgerkonzert am Europa-Tag zeigten sich die Verantwortlichen sehr zufrieden und die Gewinner der verschiedenen Altersgruppen ihr musikalisches Können.

Die Kreisvorsitzende der Europa-Union, Dr. Ilse Dygutsch-Lorenz, wertete den Wettbewerb als Erfolg: „Die zahlreichen von der fachkundigen Jury vergebenen Preise sind ein sichtbarer Ausdruck für die qualitätsvolle Ausbildung durch die Musikpädagogen.” In Zeiten, in denen an vielen Schulen ein Mangel an Musikunterricht herrsche, leiste die Kreismusikschule einen entscheidenden Beitrag für die musikalische Breitenförderung.

Die Förderung der Veranstaltung durch eine Reihe von privaten und öffentlichen Spendern zeige auch eine breite Anerkennung dieser Leistung im Kreis. „Die große Teilnehmerzahl, für die wir den Wettbewerb auf zwei Tage ausdehnen mussten, zeigt das Interesse der Kinder und Jugendlichen an solchen Leistungsvergleichen und ich hoffe, dass wir den Anstoß für Nachfolgeveranstaltungen unter anderer Trägerschaft gegeben haben”, schloss sie ihre Rede.

Ähnlich äußerte sich Hans Handrack vom Förderverein der KMS. Er hoffe, dass das Beispiel der Europa-Union, von dem die Schüler „gewaltig profitiert” hätten, Schule machen werde.

Landrat Dr. Volkram Gebel dankte Dygutsch-Lorenz für die Veranstaltung in Zeiten allerorts knapper Kassen. „Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschen”, zitierte er den amerikanischen Dichter Henry Longfellow, „vielleicht kann diese Sprache in heutiger Zeit dabei helfen, sprachliche und kulturelle Unterschiede im zusammenwachsenden Europa zu überwinden.”

Er sprach sich deutlich für das Fortbestehen der KMS aus: „Wo bleibt sonst die Lebensqualität und die Identitätsstiftung, die solche Institutionen vermitteln?”

Für die Gewinner eines 1. Preises stellten die Europa-Union und die Firma Schwalbe Tiefbau aus Preetz jeweils fünf Einzelunterrichtstunden, für den 2. Preis gab es drei Stunden. Außerdem gab es für beide Gruppen einen Zuschuss für „sachbezogene Ausgaben”.

Daneben gab es eine Reihe von Sonderpreisen: die Stadt Plön, die Gemeinde Raisdorf, der Verein der Freunde und Förderer Heikendorfer Rathauskonzerte, der Verein Musikfreunde Kiel sowie Kantor Bals aus Lütjenburg und Ekkehard Prieß als Privatspender stellten Abonnements für verschiedene Musikveranstaltungen zur Verfügung. Für die Ensembles gab es finanzielle Zuschüsse.

Aber das Wichtigste für die Preisträger war: Die zahlreichen Besucher konnten sich im Anschluss an die Verleihungen vom ihrem Können überzeugen. Am Klavier, Cello und an der Violine sowie beim Gesang bestätigten sie vor dem Publikum trotz sichtbarer Aufregung vor allem der jüngeren Teilnehmer das ihnen zuvor von der Festrednern erteilte Lob eindrucksvoll.

In der Altersgruppe I (bis neun Jahre) erhielt Bo Boj Klupp (Klavier) den zweiten Preis, ein Sonderpreis ging an Katharina Schwerk (Klavier). Hauke Siewertsen (Violoncello) wurde mit dem 1. Preis in der Altersgruppe II geehrt (10 bis 13 Jahre), Lena Danielzik (Klavier) errang den 2. Preis. Sonderpreise gab es für Thea Helm (Violine), Ulrike Schneider (Violine), Luisa Scheele (Violoncello) und Thies Albert (Klavier). Bei den 16-16-Jährigen wurde Judith Thielsen (Violine) mit dem 1. Preis und Anilca Baur (Klavier) mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Anna-Carina Friedrich (Klavier) bekam einen Sonderpreis. Die Altersgruppe IV (17 bis 21 Jahre) hatte nur zwei Teilnehmer, die jedoch beide gut genug für eine Auszeichnung waren: Annkathrin Pabel (Violine) bekam den 2. Preis zugesprochen, Gunnar Gidion (Violine) einen Sonderpreis.

Bei den Ensembles ging der 1. Preis an drei sehr junge Künstlerinnen: Lea Breitenbach (Violoncello), Hanna Breitenbach (Violine) und Jana Jegminat (Klavier). Den 2. Preis errang ein Vokalensemble aus Inken und Gesche Lohmann, Merle und Lea Marie Voigt sowie Johanna Pfeifer. Den Sonderpreis erhielten Anna-Carina Friedrich und Anika Baur am Klavier.