58. Europäischer Schülerwettbewerb

Mit einem Bundespreis ausgezeichnetes Redemanuskript

Joscha J. John, Lütjenburg

Mut zu Europa!

„Und jetzt sitzen wir wieder im Wartesaal und wieder heißt er Europa! Und wieder wissen wir nicht, was geschehen wird. Wir leben provisorisch, die Krise nimmt kein Ende!“

Mit diesen Worten, werte Zuhörerinnen und Zuhörer, meine Damen und Herren, beschreibt der Protagonist des Kästner-Romans „Fabian“ die Lage in Europa zu Beginn der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts. Wie fatal und grausam die Geschichte endete, ist bekannt.
Als die Wirtschafts- und Finanzkrise über Europa hereinbrach, war die Stimmung zeitweise ähnlich. Heute, mehr als zwei Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehmann Brothers, sieht für viele in Deutschland die Lage nicht so schlimm aus wie befürchtet, doch spurlos ist die Krise nicht an uns vorbeigegangen. Und vor allem vergessen wir dabei: Wir, das sind nicht nur 83 Millionen Deutsche, sondern 500 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger. Warum gelingt uns nicht einmal der Blick bis zum Tellerrand, gerade jetzt, wo wir insbesondere mit Rücksicht auf die letzte große Krise Ende der 1920er Jahre doch froh und glücklich über das Gemeinschaftsprojekt EU, die erfolgreichste Frieden sichernde Maßnahme der Geschichte, sein sollten?
Es muss – so bitter es ist – konstatiert werden, dass eine europäische Bürgerschaft- lichkeit noch ein gutes Stück entfernt liegt, was sich auch schon an der europaweit erschreckend niedrigen Wahlbeteiligung bei den Europawahlen erkennen ließ.

Es stellt sich also allen Amts- und Entscheidungsträgern die Frage, wie eine solche Bürgerschaftlichkeit politisch forciert werden kann. In Zeiten knapper Kassen sollten diese Maßnahmen dann doch auch bitteschön nicht allzu viel kosten und sich dem Wähler verkaufen lassen … am besten was mit Kindern … na klar, ein europäischer Freiwilligendienst! Aus die Maus, nächste Entscheidung.
Aber vielleicht tun wir den Politikerinnen und Politikern unrecht, wenn wir die Idee so abtun. Vor allem aber tun wir der Idee selbst unrecht.

Als meine Schwester im vergangenen Jahr die Zusage zur Teilnahme an einem von der EU-geförderten Ferienprojekt in Estland bekam, rief sie euphorisch: „Ich liebe die EU!“. Das war ein ziemlich ungewöhnlicher Satz.
Bei allen Verdiensten der EU wird sie oft auf bürokratischen Unsinn reduziert – ob auf tatsächlichen oder auch nur angeblichen. Besonders beliebt ist dabei die Missinter- pretation der „Gurkenverordnung“ oder die Erfindung der Verordnung zum Import von Karamellbonbons, die angeblich so viel mehr Wörter als die zehn Gebote und die Unabhängigkeitserklärung der USA habe – dass sie nicht existiert, interessiert nicht weiter, sie passt ins Bild.
Dabei profitieren wir alle nicht nur wirtschaftlich, sondern auch im direkten persön- lichen Erleben von der vor zwei Generationen noch nicht vorstellbaren Freizügigkeit und den Vorteilen einer gemeinsamen Währung. Und dennoch: „Ich liebe die EU“, geht außer meiner Schwester kaum jemandem über die Lippen. Das ist schade, aber ver- ständlich. Für Europa Gefühle zu entwickeln ist nicht einfach, schließlich fehlen uns viele der verbindenden Elemente, die Nationalstaaten zusammenhalten: Eine jahrhun- dertealte gemeinsame Geschichte, eine freiheitsbringende Revolution, gemeinsames Lied- und Kulturgut, eine die Nation an die Fernsehgeräte fesselnde Fußballmann- schaft. Nicht zuletzt durch die sprachlichen Hindernisse ist es schwieriger, sich mit den anderen 26 EU-Staaten zu identifizieren, als mit der eigenen Nation. Wir haben noch nicht einmal gemeinsame europäische Tageszeitungen, wie soll da eine europäische Öffentlichkeit entstehen?

Ist Europa nur ein geografischer Begriff und die EU nur ein machtpolitisches Konstrukt?

Nein, Europa ist mehr. Europa ist eine Idee; die Idee, all jene eben genannten Widrigkeiten zu überwinden um gemeinsame Werte zu verwirklichen, ungeachtet von Nationalitäten zusammen an der Sicherung des Wohlstandes, der Fortsetzung des Fortschritts, vor allem aber der Wahrung des Friedens und der Schaffung einer besseren Welt zu arbeiten.

Beginnend mit meiner Generation haben wir zum ersten Mal in der Geschichte das Phänomen der „native europeans“. Wir, die Anfang der 1990er Jahren Geborenen, können uns kaum noch an innereuropäische Grenzkontrollen erinnern, ebensowenig an die D-Mark. Und dank des Internets sind wir in ganz Europa vernetzt. Eigentlich also beste Voraussetzungen für das weitere Zusammenwachsen Europas.
Allerdings ist unglücklicherweise zwischen EU-Verfassungs-Hick-Hack, Rettungs- schirmen und Glühbirnenverbot der antreibende Geist der Gründerväter verloren gegangen und so muss meine Generation neu für die europäische Idee begeistert werden, denn nicht jeder hat das Glück wie ich, noch einen Großvater gehabt und erlebt zu haben, der mit seiner Begeisterung für den in Aussicht stehenden Euro und für die Möglichkeiten, die dank der europäischen Integration geschaffen worden waren, bei mir eine tiefe Zuneigung zum europäischen Projekt angelegt hat. Zunächst Soldat im Zweiten Weltkrieg, hat er die dunkelsten Stunden Deutschlands und Europas, aber nach Kriegsende auch die beeindruckende Neu-Erfindung des vermeintlich alten Europas erlebt. Das Erbe der Frauen und Männer dieser Zeit birgt eine enorme Verantwortung für die heute Entscheidungen Tragenden, aber auch die tatsächlich oder vermeintlich Meinung Machenden. Nicht nur die Politikerinnen und Politiker, auch die Medien sind nämlich gefragt, verantwortungsvoll für Europa zu wirken und nicht kurzfristig auf der Jagd nach Wählerstimmen oder um der Auflage willen platte nationalistische Ressentiments zu bedienen.

Der Umgang der Boulevardzeitungen (leider aber auch der politischen Magazine in Deutschland) mit der Griechenlandkrise ist ein Beispiel dafür. Die feindseligen Schlagzeilen à la „Faule Griechen gefährden den Euro“ sind in ihrer Häufung nicht nur ein Schandfleck, sondern ein ernstliches Problem. So sollte man Europa mit all seinen Errungenschaften nicht aufs Spiel setzen, sollte nicht seinen inneren Frieden derart gefährden.
Dabei ist klar, dass natürlich auch europakritische Meinungen nicht nur von der Pressefreiheit gedeckt, sondern im Sinne einer lebhaften Debatte erwünscht sind. Meinungsvielfalt und -freiheit sind schließlich unverzichtbare Bestandteile der europäischen Wertekultur. Aber es drängt sich der Eindruck auf, dass viele der schreibenden Zunft Zugehörige ihre Urteile allzu schnell fällen und dabei vergessen, dass wer den Pelz gewaschen bekommt, mit dem Nass-Werden leben muss. Ein immer nur der eigenen Interessengruppe dienendes Europa kann auf Dauer keinen Bestand haben – wer die Europäische Union will, darf nicht gleich den Stab über sie brechen, wenn es nicht rund läuft und man selbst mit Nachteilen leben muss. Europa ist nämlich auch eine Schicksalsgemeinschaft, bei der man wie in einer Familie gegenseitig für einander da ist in schlechten Zeiten.

Die Spirale der nationalen Isolation, in der sich öffentliche Meinung und Haltungen der Politikerinnen und Politiker sowie journalistische Debattenbeiträge gegenseitig referenzieren und dabei immer radikaler werden, muss gestoppt werden, bevor sie richtig in Gang kommt. Dabei sehe ich vor allem die Amts- und Mandat-Tragenden in der Pflicht: Sie haben mit ihrer Kandidatur Verantwortung für die Gesellschaft und Europa übernehmen wollen, nun sollen sie dieses Versprechen auch einlösen. Es reicht nicht, in Sonntagsreden Europa und die EU zu loben und den europäischen Geist zu beschwören, um dann montags über die EU-Bürokraten zu schimpfen und so den schwarzen Peter für die Entscheidungen, die man selbst mit getroffen hat, an das auf einmal so fern erscheinende Brüssel weiterzureichen. Und es ist auch nicht im Sinne der Erfinder, wenn man die europäischen Institutionen nur dann nutzt, wenn man im eigenen Land Dinge nicht durchsetzen kann oder will.

Im Gegenteil: Wir brauchen viel mehr Mut zu Europa. Wir brauchen profilierte politische Persönlichkeiten, die sich nicht nur zu Europa bekennen, sondern im Sinne Europas handeln. Diese Forderung ist schwierig zu erfüllen. Gerade in einem föderalen Land wie dem unseren, in dem ständig irgendwo eine irgendwie wichtige Wahl stattfindet, ist praktisch immer Wahlkampf. Eine auf Langfristigkeit ausgerichtet Politik verkauft sich den Wählerinnen und Wählern leider meist nicht so gut wie die scheinbar wirksamen, kurzfristigen Ansätze. Nachhaltigkeit für alle ist gut, aber sofortige Verbesserung für mich selbst scheint besser.
Allerdings zeigt sich, dass diese Haltung den sie Vertretenden immer häufiger auf die Füße fällt. Vergleiche verbieten sich in vielerlei Hinsicht, aber unter diesem Aspekt kann die zu Jahresanfang gesehene Entwicklung im nördlichen Afrika, die mit Zine El Abidine Ben Ali und Husni Mubarak zwei Autokraten hinwegfegte, die nach diesem Prinzip Pfründe verteilt und ihre Herrschaft für eine Zeit gesichert hatten, als Mut machendes Beispiel gesehen werden. Langfristig ist eben nur langfristiges Denken erfolgreich.

Die europäische Idee braucht allerdings nicht nur Politikerinnen und Politiker, die für sie eintreten. Europa wird getragen von den Völkern, nicht den sie Repräsentieren- den. Um die Idee eines geeinten Europas zu verwirklichen, brauchen wir Menschen, die voran gehen, die sich nicht von Rückschlägen entmutigen lassen, weil sie an Europa und sich selbst glauben. Genau solche Menschen also, wie es die Absolventen eines europäischen Freiwilligendienstes sind.
Der europäische Freiwilligendienst ist eigentlich das perfekte All-Inclusive-Paket für all jene, die nach dem Schulabschluss „raus wollen“, die die Welt erleben und vielleicht verändern möchten.

Schaut man sich die Projekte im Rahmen dieses Dienstes einmal an, so ist man fast erschlagen von der Vielfalt der Möglichkeiten. Ob Jugendarbeit in Portugal, Kleinkunst in Ungarn oder Umweltschutz in Finnland: Irgendwo findet sich für jeden Geschmack und jedes Talent das richtige Projekt. Dabei zeichnet sich der europäische Freiwilli- gendienst insbesondere durch seine Offenheit allen gegenüber aus. Niemand wird durch schlechte Noten ausgeschlossen, es zählt allein Interesse und Engagement. Und dank der EU-Finanzierung scheitert auch niemand an einem leeren Konto: Die Teilnehmenden zahlen keinen Cent.

Dieses All-Inclusive-Paket ist aber nicht zu verwechseln mit einem Rundum-Sorglos-Paket, denn das bietet der EFD nicht – und das ist gut so. Sicherlich könnte man auch ohne das zunächst kompliziert wirkende Geflecht aus Entsende- und Partner- organisationen entwirrt zu haben gut durch's weitere Leben gehen. Viele der darauf folgenden Hürden, die es in der Zeit des Dienstes zu meistern gilt, bringen einen persönlich aber ganz sicher weiter. Liest man die Berichte früherer Teilnehmerinnen und Teilnehmer oder derzeit im Ausland befindlicher Jugendlicher, wird man nicht nur selbst von Fernweh gepackt, sondern man vollzieht ihre Entwicklung nach, durchlebt im Zeitraffer während der zwanzigminütigen Lektüre ihr Jahr voller Höhen und Tiefen.
Da gibt es spannende Begegnungen während der Arbeit, in der europäischen WG und im Alltag, anfängliche Euphorie, Ernüchterung über die sprachlichen Defizite, zunehmende Routine, enttäuschend einsame Geburtstage. Und im Laufe der Zeit nehmen die Zweifel dann doch immer weiter ab, wird das Vertrauen in die eigenen Sprachfähigkeiten immer größer, werden die Heimwehanflüge seltener.

Nuria, die in Belfast für ein Frauenprojekt arbeitet und dort in einer WG wohnt, hat allerdings ganz andere Begegnungen als Desi in ihrer Gastfamilie im estnischen Veru und wird von anderen kulturellen Besonderheiten überrascht als Sebastian, der in einer Behindertenwerkstatt im spanischen Cadíz Betreuungsaufgaben übernimmt. Und umgekehrt drücken sie alle in ihrer Zeit vor Ort dem jeweiligen Projekt ihren Stempel auf, genau wie die anderen Freiwilligen in den 43 (!) Gastländern des Dienstes es tun – und so sind die Projekte trotz aller Gemeinsamkeiten jeweils auf ihre Weise einzigartig.

Am Ende steht aber bei allen Teilnehmenden die Erkenntnis, dass der Dienst sie weitergebracht und geprägt hat – und die Zeit insgesamt meist viel zu schnell vorbeiging. Die Jugendlichen nehmen ein ganzes Bündel an Erfahrungen, den Wert einer fließend beherrschten Fremdsprache und einige Anstöße zur Berufsorientierung mit auf ihren weiteren Lebensweg.

Man kann den Erfindern des Dienstes eigentlich nicht genug für diese Chancen danken.
Und man sieht: Es gibt sie also doch, die Möglichkeit, sich mit Europa zu identifi- zieren, genau dort setzt die Idee des europäischen Freiwilligendienstes nämlich richtigerweise an. Jugendliche können Europa erleben, können in einer so spannenden Zeit ihres Lebens mit ihrer eigenen Arbeit am europäischen Haus mitbauen. Überwinden nicht nur Landesgrenzen und Sprachbarrieren, sondern verlagern nachhaltig ihr Zuhause – denn wenn sie zurückkommen, wohnen sie nicht mehr in Deutschland, Frankreich, Tschechien oder Irland, sondern in Europa.
Und so ist der Dienst nicht nur eine Chance für die Jugendlichen, sondern auch für Europa.

Das sollten sich auch die Kritiker, die den europäischen Freiwilligendienst als „Notnagel“ in Zeiten leerer Kassen schmähen, vor Augen führen.
Allein reicht natürlich auch dieses Projekt nicht aus, aber es kann, in Verbindung mit anderen Maßnahmen, ein wichtiger Baustein einer europäischen Zukunft sein.

Aber was können die Politikerinnen und Politiker noch tun, außer wie bereits gefordert ehrlich zu Europa zu stehen und Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu überneh- men, auch wenn es im europäischen Rahmen geschieht? Sie müssen manchmal das politische Europa ihren Völkern noch besser erklären, müssen darauf hinarbeiten, dass die EU-Institutionen transparenter werden. Und vor allem anderen müssen sie die Legitimation und die Befugnisse des europäischen Parlaments vergrößern. Wenn es um mehr geht, wird auch die Wahlbeteiligung zumindest ein bisschen steigen. Und es wird sich ein Zwang ergeben für jeden, der auf europäischer Ebene erfolgreich sein will, europäische Mehrheiten zu schaffen. Mit einer weiteren Demokratisierung der EU ginge so eine Europäisierung der Öffentlichkeit einher, die Parlamentarier würden sich wahrscheinlich zu richtigen europäischen Parteien zusammenschließen und gemeinsam auf der europäischen Bühne Themen vertreten – und die Menschen in Europa würden endlich wirklich hinschauen, was in Straßburg und Brüssel vor sich geht.
Überhaupt wäre es ein wichtiger Schritt zur Überwindung der unsäglichen Fixierung auf die Hauptstädte. Die mächtigen Männer und Frauen Europas scheinen gelegent- lich zu vergessen, dass Europa nicht nur in London, Paris, Berlin, Brüssel, Rom, Athen und Riga stattfindet, sondern dass Europa vom Atlantik bis zum Baltikum reicht – es ist eben nicht nur ein x-beliebiges Bündnis, sondern eine Wertegemeinschaft – in diesem Punkt sind wir „native europeans“ den Mächtigen wohl ein Stückchen voraus.

Heute, da die Finanzmärkte noch immer die Politik vor sich hertreiben, Banken sich immer noch teilweise in Staatsbesitz befinden und die Auswirkungen der harten, tief in die bis dato gekannten Lebensrealitäten der Menschen einschneidenden Sparpro- gramme nicht abzuschätzen sind, wissen wir noch nicht, wo es mit Europa hingehen wird, insoweit ist die Situation wie im eingangs zitierten Kästner-Buch. Doch wir haben im Jahr 2011 dank gefestigter demokratischer Strukturen einen Vorteil: Europa ist heute kein Wartesaal, Europa ist eine große Baustelle, bei der ein jeder mitbauen und eine jede ihre Idee einbringen kann.
Was zunächst ganz toll klingt, ist bei genauerer Betrachtung mitunter allerdings ungemein anstrengend. Auf einmal liegt die Verantwortung bei allen, wertes Publikum, das bedeutet auch, bei jedem einzelnen von Ihnen. Sich hinter der politischen Klasse zu verstecken und auf die Heranwachsenden zu warten, reicht nicht.
Es gilt: Wollen wir ein Europa, das uns anspricht, sind alle gefordert, ihren Teil dazu beizutragen, ihre Lebensrealität selbst zu gestalten.

Alle Jugendlichen, die noch nicht genau wissen, was sie nach der Schule machen oder die sich nach der Ausbildung noch einmal ganz in den Dienst der Gesellschaft stellen wollen, rufe ich also auf, sich das Angebot des Europäischen Freiwilligen- dienstes ganz genau anzuschauen und das Wagnis einzugehen. Denn so spannend die Aufgaben, so interessant die Begegnungen und so großartig die Monate insgesamt sein mögen, es bleibt ein Wagnis, bei dem auch so manche schwierige Situation zu meistern ist.
Aber bekanntlich wächst man an seinen Aufgaben und die einmaligen Erfahrungen, die sich im Rahmen des Dienstes machen lassen, lassen sich nicht nur bei Bewerbungs- gesprächen in die Waagschale werfen, sondern bringen mit Sicherheit auch einen Schub für die Persönlichkeitsentwicklung.

Und allen Politikerinnen und Politikern lege ich ans Herz, nicht nur den europäischen Freiwilligendienst und ähnliche Projekte trotz Haushaltsengpässen weiter zu fördern, sondern sich auch von dem Mut der teilnehmenden Jugendlichen inspirieren zu lassen, selbst entschlossen für Europa einzustehen, die Idee umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Das politisch geeinte Europa ist von der visionären Idee zur Realität geworden. Die Möglichkeit einer echten europäischen Bürgerschaftlichkeit, einer gemeinsamen kulturellen Zukunft der in Vielfalt geeinten Völker ist heute zu einer weiteren historischen Chance geworden.

Lassen Sie uns gemeinsam diese Chance ergreifen.


Quellenangaben und Literaturverweise

Das eingangs angeführte Zitat entstammt dem Werk „Fabian“ von Erich Kästner und ist der „Vollständigen Ausgabe“, erschienen im Januar 2008 beim dtv, entnommen (Seite 68).

In der Vorbereitung dieser Rede wurde ansonsten insbesondere auf die nachfolgenden Websites und Bücher zurückgegriffen:

Zur Hintergrundinformation dienten weiterhin die Print- beziehungsweise Online- ausgaben verschiedener Zeitungen und Magazine, wie dem SPIEGEL, der ZEIT oder der Süddeutschen Zeitung. Ebenso wie dem Europamagazin „yourope“ im Fernsehsender „arte“ sind ihnen jedoch keine speziellen Informationen oder Gedankengänge unmittelbar entnommen.